Christof Cremer

 

Geb. 11.10.1969
in Heinsberg/Deutschland

 

Matura
Cusanus Gymnasium, Erkelenz,1990

 

Ausbildung zum Herrenschneider
Nationaltheater Mannheim, 1990 – 1993

 

Studium der Bühnen- und Filmgestaltung
Universität für Angewandte Kunst, Wien, 1993 – 1997
Abschluss mit Auszeichnung

 

Christof Cremer, by Monika Saulich

 

zur Person

 

Ich lebe und arbeite als freischaffender Kostüm- und Bühnenbildner in Wien. Nach einer Ausbildung zum Herrenschneider am Nationaltheater Mannheim habe ich mein Studium in der Meisterklasse für Bühnen- und Filmgestaltung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien absolviert und 1997 mit Auszeichnung abgeschlossen. Ich arbeite in den Bereichen Oper, zeitgenössisches Musiktheater und Sprechtheater, ebenso wie Ballett und Tanz, diese Engagements führen mich an zahlreiche europäische Theater.

Unter anderem stammen bereits mehrfach die Kostüme der Balletteinlagen des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker von mir. Für die Ausstattung der „Zauberflöte“ an den Vereinigten Bühnen Krefeld-Mönchengladbach erhielt ich 2005 den Theater-Oscar. Entwürfe und Kostüme von mir wurden auch in Ausstellungen präsentiert und es befinden sich einige Kostümentwürfe, Bühnenbildmodelle und Orginalkostüme in Theatersammlungen und Museen.

Die von mir entworfenen abstrakten Bühnenbilder sind Denkräume und bieten für Regisseure und Choreographen eine enorme Vielfalt an Bespielmöglichkeiten. Bühnenräume sind für mich immer „erzählende Räume“ – sie ermöglichen, unterstützen und beflügeln das Spiel. Meine Bühnenräume sind Räume,
die sowohl durch abstrakte Leere als auch barocke Üppigkeit sprechen und erlebbar werden.

Meine Tätigkeit als Kostümbildner sehe ich ähnlich wie die eines Bildhauers: Der Hauptgedanke ist die Erschaffung einer dreidimensionalen Form der Figur als Ausdruck ihres Charakters. Meine Kostümideen entspringen meist der Isolierung einer historischen Silhouette. Die Kostüme sind nicht nur Bekleidung auf der Bühne. Sie sind Teil des Ganzen, Teil der Handlung. Gedachte Hüllen, mit denen gespielt wird; die – wie die Bühnenräume – bespielt werden und die zusammen mit der darstellerischen Kraft von Sängern, Schauspielern oder Tänzern Charaktere offenbaren, Bewegung innehaben und zugleich Überraschungen bergen.

Neben meiner Tätigkeit für das Theater konzipiert und kuratiere ich Ausstellungen und arbeitet als Szenograph. Hier zeichne ich beispielsweise verantwortlich als künstlerischer Leiter für die niederösterreichische Landesausstellung 2013 und für die künstlerische Gesamtgestaltung des Museums für Urgeschichte, Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie MAMUZ Schloss Asparn a.d. Zaya, Österreich, 2014.

Eine weitere Facette meiner Arbeit bildet die sakrale Kunst. Hier umfassen meine Arbeiten die Entwicklung neuer liturgischer Gewänder, Entwürfe liturgischer Geräte, temporäre künstlerische Rauminterventionen oder Rauminstallationen sowie künstlerisch-architektonische Entwicklung von Raumkonzepten für sakrale Räume. Meine Arbeiten wurden bereits in einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert und sind in namhaften Klöstern, Kirchen und Domkirchen zu finden.

 

 

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